Unsere zu Ende gehende Arbeitsgesllschaft beißt sich gegenwärtig an der (ausgehenden) Arbeit fest. Wachstum und Arbeitsplätze versprechen mehr oder weniger alle Parteien, obwohl alle doch wissen, daß das nicht funktionieren wird. Wachstum wohin? Wo doch die öffentlichen wie privaten Kassen schmäler werden und die Geldbesitzer lieber spekulieren oder ein weltweites Imperium für Milliarden zusammenkaufen wollen - um per Synergieeffekte weitere Arbeitsplätze einzusparen.
Dagegen gilt festzuhalten: Es braucht zunehmend weniger Arbeitsstunden, um das Lebensnotwendige und weit darüber hinaus zu produzieren. Dies eröffnet die historische Chance, sein Leben in weit größerem Umfang selbstbestimmt zu gestalten, den Dingen nachzugehen, die wir als sinnvoll, wichtig, lustvoll erkennen und die wir deshalb um ihrer selbst willen verrichten wollen. Es wäre natürlich völlig daneben, z.B. die Zeit, die wir mit unseren Kindern verbringen wollen, als Erziehungs"arbeit" zu deklarieren, entlohnen zu lassen und dann abhängig vom entsprechenden Lohngeber fremdbestimmen zu lassen.
Solch selbstbestimmter Lebensgestaltung sind wir weitgehend entwöhnt. Sie wird auch von interessierter Seite aktiv unterbunden d.h. sie verlangt uns aktiven Widerstand ab. Sie braucht aber Räume. Und das ist es, worum wir im Bethanien kämpfen. Ob das dann ein politischer Zirkel ist, Kunst oder eine selbstbestimmte KiTa, ist dazu nebensächlich. Wir kämpfen um eine Zukunft am Ende der Arbeitsgesellschaft.
Hans