Gegen den Verkauf des Bethanien-Hauptgebäudes an einen privaten Investor.
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| 27.11.2007 |
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Die Verantwortung für die Generation(en) nach uns ist immens . Das was wir weitergeben, ist womit die nächste Generation ihre Welt sieht und die Zukunft baut. Und die Welt, die sich heute bietet, ist nicht unbedingt dazu geneigt, Hoffnung und Zuversicht zu entwickeln. Da aber ein einzelner Mensch, und mag er seine Kinder noch so lieben, nicht die Welt ändern kann, so bleibt nur im Kleinen in der Art zu wirken, wie es für das Ganze wünschenswert ist. Damit lebt man Kindern vor, dass es nicht darauf ankommt, wie viel Geld oder Macht ein Mensch hat, um Veränderungen zu bewirken. Selbstbewusstsein stärken, nicht Machtlosigkeit beklagen. Freiheit im Denken fördern, nicht einschränken mit kann nicht/hab nicht. Mangel, welcher Art auch immer, unterbindet eine gesunde Entwicklung. Also zeigen wir doch den Kindern bei Zeiten, dass sie selbst, durch das eigene Verhalten die Welt verändern können und wie sie die Welt ändern können (oder besser: die Gesellschaft, denn die Welt ist eigentlich immer die gleiche). Sie sollen nicht denken, dass der Zustand der Welt, die sie erleben ein unveränderliches Naturgesetz ist. Das Handwerkszeug, das sie dafür brauchen sollen Kinder von Eltern, Schule, Gesellschaft zugleich bekommen. Will meinen: Auch der schicke Juppy um die Ecke, der in diese Welt, die nicht mal genug Luxus für ihn alleine bereit hält, höchstens dann Kinder in die Welt setzen würde, wenn keine anderen Spielzeuge mehr auf der Liste der Selbstverwirklichung stehen, auch der hat Verantwortung für die Kinder der anderen. Eine Gemeinde, eine Stadt, ein Land ebenso, wie die, die Kinder in die Welt setzen. Letztere haben das Privileg alleine zu entscheiden, wie sie ihren Nachwuchs großziehen wollen, aber sie dürfen nicht mit der Verantwortung und der Arbeit allein gelassen werden. Um Kindern eine unabhängige Zukunft zu ermöglichen, brauchen Eltern irgendwas, womit sie den Lebensunterhalt in menschwürdiger Weise verdienen, andere Menschen, die ihnen unter die Arme greifen, wenn die Kraft ausgeht und geistige Nahrung, damit sie selbige weitergeben können. Wer Eltern fördert, ausdrücklich nicht nur mit Geld!, fördert den Nachwuchs. Wer Geld hat, kann sich vieles kaufen, was es braucht um Kinder großzuziehen und dabei selbst glücklich zu sein. Nicht zuletzt Zeit. Wer kein Geld hat braucht dazu viel mehr Kraft, Phantasie und Ausdauer. Trotz aller schlauer PISA Studien, die Erkenntnisse mit sich bringen, wie "Kinder aus sozial schlechter gestellten Elternhäusern lernen schlechter" (hörthört!) usw. wird nach wie vor bei denen am meisten gespart und gekürzt, die sich trauen Kinder einfach in die Welt zu setzen, weil sie sie wünschen und nicht, weil sie durchgerechnet haben, ob sie sich diesen Luxus leisten können. Um nicht zu warten, bis die Misere so groß ist, dass auch die Verantwortlichen, also die Politiker, die anderer Leute Budget zusammenstreichen, merken, dass sparen am falschen Ende sich nicht ausgezahlt hat, d.h. zu warten bis die eigenen Enkel mal groß sind, hilft eigentlich nur eins: Sich zusammenschließen, gegenseitig helfen und eigene Strukturen aufbauen. Und was hat das alles mit dem Bethanien zu tun? Ich kann mir nicht helfen, mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn ich mich da umsehe. So schön gemischt und so harmonisch. So viel Platz und so viele Möglichkeiten. So schön grün und so gewachsen. Und teilweise auch richtig schön belebt. Was für ein Potential: Ein Riesengelände + gut erhaltene Häuser + Sportplätze + Spielplätze + Park! Und schon in der Nachbarschaft angenommen, gewachsen. Keine Ahnung, aber wenn eine Stadt, an- bzw. aufgeregt durch die aktuelle Bildungsdebatte und randalierende Jugendbanden, auf die Idee käme, so ein Zentrum bräuchte sie, um ihre Zukunft zu sichern, um ihre Bewohner zu aktiver Mitgestaltung an der Stadt, zu sinnvoller (Frei-)zeitbeschäftigung und zu Selbsthilfe zu verhelfen: Wow, das wäre ganz schön teuer so ein Teil zu bauen und zu beleben. Viel mehr würde es kosten, als jemals mit einem kulturwirtschaftlichen Veranstaltungstempel eingenommen werden könnte. Gut, das wir hier so einen Platz für alle schon haben, egal woher sie kommen, welches Einkommen sie haben, wie alt sie sind. Dort sollen sich Menschen jeder Herkunft treffen können und voneinander lernen. Simone |